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Falschgeld sicher erkennen!

Drehen, fühlen, kippen


Hier war das Falschgeld im Reisegepäck versteckt

© LKA Berlin

 

Würden Sie sofort bemerken, wenn Sie einen gefälschten Geldschein in den Händen halten? Oder könnten Sie auf Anhieb beschreiben, wie ein 20- oder 50-Euro-Schein aussieht? Auch wenn wir so gut wie täglich mit Bargeld zu tun haben – bewusst wahrgenommen werden die verschiedenen Banknoten eher selten. Unachtsamkeit spielt dabei Geldfälschern in die Hände. Carsten Urbat vom Falschgeldkommissariat des Landeskriminalamts Berlin erklärt, wodurch sich echte Banknoten von gefälschten unterscheiden.

 

Echte Banknoten verfügen über zahlreiche Sicherheitsmerkmale. Zum Teil sind es insgesamt bis zu 50 verschiedene Eigenschaften, an denen man erkennen kann, ob ein Geldschein echt ist oder nicht. Eine ganze Reihe von Sicherheitsmerkmalen kann man recht einfach überprüfen, etwa indem man den Schein kippt, dreht oder seine Oberfläche abtastet. Banknoten werden nicht aus Papier hergestellt, sondern aus Baumwollfasern – der Schein fühlt sich dadurch „griffig“ an und nicht ganz glatt. Die so genannten „Stichtiefdruckmerkmale“ sind Elemente, die sich reliefartig von der Oberfläche des Scheins abheben und gut fühlbar sind, wie zum Beispiel die Wertzahl auf dem Schein. „Einige Merkmale werden auch erst sichtbar, wenn man die Noten gegen das Licht hält und kippt, zum Beispiel das Wasserzeichen oder der Sicherheitsfaden. Auf der Vorderseite des Scheins gibt es außerdem das silbrig glänzende Sicherheitsemblem. Darin müssen je nach Betrachtungswinkel verschiedene Motive erscheinen. Die Notenwerte ab 50 Euro haben hinten außerdem noch einmal die Wertzahl aufgedruckt. Die Farbe dieser Wertzahl ist ebenfalls abhängig vom Betrachtungswinkel: Beim 50-Euro-Schein wechselt die Farbe zum Beispiel von Olivgrün zu Purpur“, erklärt Urbat.

Kriminaloberkommissar Carsten Urbat vom LKA Berlin

© LKA Berlin

Neue Geldscheine – neue Sicherheitsmerkmale

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Jahr 2013 begonnen, neue Banknotenserien auszugeben – nach der 5-, 10- und 20-Euro-Note folgt im Jahr 2016 noch der neue 50-Euro-Schein. Neben einem neuen Erscheinungsbild hat man bei den neuen Geldscheinen auch neue Sicherheitsmerkmale eingeführt. „Dazu gehört etwa die „Smaragdzahl“ auf der Vorderseite. Die Wertzahl ist außerdem farbig abgebildet. Wenn man diese im Licht kippt, läuft ein Leuchtbalken mit. Ab der 20-Euro Note gibt es außerdem das neue „Fenster“-Element. Es kann sowohl von der Notenvorder- als auch der -rückseite betrachtet werden und ist durchscheinend, wenn es gegen das Licht gehalten wird. Auf der Rückseite erscheint der Wert des Scheines mehrfach in schillernden Farben, wenn man den Schein kippt. Beides sind sehr gute Sicherheitsmerkmale, die wir bislang als qualitativ hochwertige Fälschungen noch nicht hatten. Ein Vorteil: Auch als Laie kann man diese Merkmale sehr schnell überprüfen“, erklärt der Experte.

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