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Kriminalitätsmonitor NRW

Erste deutsche Dunkelfeldstudie zum Wohnungseinbruchdiebstahl


Gescheiterte Wohnungseinbrüche werden häufig nicht angezeigt

© hpunkt_de, fotolia

 

Die Polizeilichen Kriminalstatistiken sowohl des Bundes als auch des Landes NRW weisen einen leichten Rückgang der Anzahl der Wohnungseinbrüche aus. Dennoch sind immer noch unzählige Menschen betroffen: Bundesweit wurde im Jahr 2016 über 151.000 Mal in Wohnungen eingebrochen, davon 52.578 Mal allein in Nordrhein-Westfalen. Der im Mai 2015 veröffentlichte „Kriminalitätsmonitor NRW – Wohnungseinbruch: Risikofaktoren, Anzeigeverhalten und Prävention“ der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle (KKF) berücksichtigt im Gegensatz zur PKS auch Fälle, die nicht zur Anzeige gebracht wurden und liefert wertvolle Hinweise für die Entwicklung von neuen Präventionskonzepten.

Unterschiede zwischen Hell- und Dunkelfeld

Der Kriminalitätsmonitor NRW ist die erste deutsche Dunkelfeldstudie, die repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung zwischen 18 und 75 Jahren eines gesamten Landes ist. Er umfasst insgesamt vier Umfrageperioden aus den Jahren 2007, 2008, 2009 und 2011 und kann die Kriminalitätsentwicklung innerhalb von fünf Jahren abbilden. Zentrales Anliegen der Studie war es, strukturelle Differenzen zwischen Hell- und Dunkelfelddaten aufzuzeigen. Dazu wurden Bürger befragt, ob sie bereits Opfer von Wohnungseinbruch geworden sind. Auf diese Weise war es möglich, auch über nicht angezeigte Delikte Erkenntnisse zu gewinnen und festzustellen, ob diese sich bezüglich der Tatumstände und der Tatschwere von den angezeigten und in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) verzeichneten Delikten unterscheiden.
Dargestellt werden außerdem zeitliche Entwicklungen, Risikofaktoren, das Anzeigeverhalten der Geschädigten, deren Zufriedenheit mit der polizeilichen Bearbeitung von Anzeigen sowie mit der Prävention von Wohnungseinbrüchen.

Methode

Die periodische, das heißt wiederholt durchgeführte Befragung der deutschsprachigen NRW-Bürger erfolgte telefonisch anhand von sogenannten computer assisted telefone interviews (CATI), bei denen die Interviewer die Fragen vom Bildschirm eines PC ablesen und die Antworten der Befragten dort direkt eingeben. Die Befragung verlief stichprobenartig. Dazu wurde in jedem der Erhebungsjahre unabhängig von der vorangehenden Befragung erneut eine Stichprobe aus den Einwohnern von NRW gezogen. So wurden in den Jahren 2007, 2008, 2009 und 2011 jeweils verschiedene Personen befragt.

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