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Rechtsextreme Hetze im Netz bekämpfen

Gegenmaßnahmen führen zu Löschungen

Der Hass auf Flüchtlinge und Ausländer verbreitet sich schnell über die Sozialen Medien im Internet.

© unclepodger, fotolia

Die Mitarbeiter von jugendschutz.net registrieren nicht nur die rechtsextremen Inhalte in den Sozialen Medien, sie gehen auch im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten dagegen vor: In 58 Prozent der von ihnen ermittelten Fälle gelang es ihnen, Jugendliche schnell vor gefährdenden Inhalten zu schützen. Effektivstes Mittel war dabei der direkte Kontakt zu den großen Plattformbetreibern. In 65 Prozent der Fälle fand jugendschutz.net Ansatzpunkte für das Löschen der Inhalte. Dadurch wurden 640 rechtsextreme Webangebote entfernt, Der direkte Kontakt zu Internetanbietern blieb das effektivste Mittel – 95 Prozent der Erfolge wurden auf diesem Weg erzielt. Alle Verdachtsfälle, bei denen deutsche Verantwortliche bekannt sind, werden an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) weitergeleitet, die dann ein medienrechtliches Verfahren einleitet.

Counter-Speech ist nötig

Die Jugendschützer fordern, dass Jugendliche bei der kritischen Auseinandersetzung mit rechtsextremen Inhalten in den Sozialen Medien unterstützt und zur Gegenrede ermuntert werden sollten. Sie sehen auch die Anbieter in der Pflicht: Dienste wie Facebook und YouTube unterbreiten ihren Usern auf sie zugeschnittene Angebotsvorschläge. Passt ein im eigenen Profil angegebenes Interesse oder ein bereits abgerufener Inhalt zur Verschlagwortung eines rechtsextremen Videos, wird es beispielsweise auf der eigenen Startseite oder im Randbereich angezeigt. Plattformbetreiber sollten dem präventiv entgegenwirken und ihre automatischen Prozesse so programmieren, dass das Risiko der automatischen Konfrontation mit diesen rechtsextremen Inhalten minimiert wird.

WL (26.11.2015)

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