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< Das Einbruchschutz-ABC

Das Haus der Zukunft – intelligent und sicher

Gefahrenwarnanlagen (GWA) sind umfassende Schnellwarnsysteme

Mobiltelefone als Teil des Sicherkonzepts

© Telenot GmbH

 

Der TV-Werbespot einer Sicherheitsfirma bringt es auf den Punkt. Eine Frau radelt von ihrem modernen Haus aus los und mit einem Knopfdruck ihrer Fernbedienung fahren die Rolläden im Haus hinter ihr herunter und das Tor vor dem Haus schließt sich. Wer den Spot zum ersten Mal sieht, ist verblüfft: Gibt es denn so etwas wie eine „Zentralverriegelung“ beim Haus – ähnlich wie beim Auto, wo mit einem Tastendruck alle Türen verschlossen und die Fenster hochgefahren werden?

 

In der Theorie gibt es diese Systeme schon seit einigen Jahren, berichtet Helmut Rieche. Er ist der Vorsitzende der „Initiative für aktiven Einbruchschutz“. In dieser Initiative haben sich die Verbände der Hersteller von elektronischer und mechanischer Haussicherheitstechnik, Sicherheitsunternehmen, Versicherer und die Polizei zusammengeschlossen. „Wir erleben gerade eine sehr interessante Phase“, weiß der Sicherheitsexperte: „nämlich den Schritt von den Prototypen zur Markttauglichkeit.“ Neu ist, dass man sich den kompletten Überblick zum Status der Sicherheitssysteme in einem überwachten Objekt auf seinem Smartphone oder Computer anzeigen lassen kann – optional ergänzt um live übermittelte Videobilder. Konnte man diese Systeme bislang meist in Computeranimationen oder in Musteraufbauten sehen, beispielsweise auf Sicherheitsmessen, so kann man sie jetzt auch kaufen. Sie sind auf dem Markt angekommen. 

Steuerung von einer zentralen Konsole aus

Die Funktionen der Haustechnik werden nicht mehr von einzelnen Schaltern, Hebeln oder Thermostaten aus geregelt, sondern von einer zentralen Wandkonsole aus oder über eine Fernbedienung. Interessant für die Sicherheit eines Hauses ist, dass sich über diese Wandkonsole bzw. die dazugehörige Fernbedienung auch alle Informationen über den Betriebszustand der angeschlossenen Elemente erfassen und verwalten lassen. So wird aus dem zentralen Display, das in erster Linie dem Komfort dient, eine Gefahrenwarnanlage (GWA). Helmut Rieche: „Sie ersetzt keine mechanischen Sicherungsmaßnahmen, wie Schlösser und Verriegelungen, aber sie bietet einen zusätzlichen Schutz, auch gegen Einbruchdiebstahl.“

Helmut Rieche

Initiative für aktiven Einbruchschutz © privat

Einbrecher stellen dank „stillem Alarm“

Ein Teil der Täter lässt sich allein dadurch abschrecken, dass eine Alarmanlage an einem Haus zu sehen ist. Andere versuchen es trotzdem: Denn der Einbruch wird erst dann gemeldet, wenn der Einbrecher etwas zerstört, z.B. ein Fenster, und ins Gebäude eindringt. Sie kann nur ein Ereignis melden, das schon passiert ist. Helmut Rieche: „Die Alarmanlage warnt erstens den Betreiber selbst, zum Beispiel, wenn er sich in einem anderen Bereich des Objekts aufhält. Außerdem warnt sie den Einbrecher: „Die Zeit läuft“ Und dann muss der Einbrecher schon gute Nerven haben, wenn er trotzdem weiter macht.“ Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, einen sogenannten „stillen Alarm“ auszulösen. Diesen Alarm bemerkt man im Objekt selbst gar nicht, sondern er wird unbemerkt an eine Wachgesellschaft oder den Betreiber selbst weitergeleitet. „Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter geschnappt wird, größer, denn er weiß ja nicht, dass es einen Alarm gegeben hat. Das ist statistisch erwiesen. Wenn der Alarmverfolger vor Ort ist, ist der Einbrecher meist noch drin“, berichtet Helmut Rieche.

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