Sie sind hier >  /  /  
< Video: Tipps zum Einbruchschutz

Einbruchschutz – Tipps zur finanziellen Förderung

Teil 3: Die häufigsten Fragen rund um Fördermöglichkeiten


Bund und Länder fördern Maßnahmen zum Einbruchschutz

© Zerbor, fotolia

 

Um sich vor Einbrechern zu schützen, raten die polizeilichen Beratungsstellen dazu, Fenster und Türen einbruchhemmend nachrüsten zu lassen. Bei Bund und Ländern gibt es dazu Förderprogramme, die Mieter und Eigentümer bei diesen Investitionen unterstützen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellt zum Beispiel im Rahmen seines Programms „Energieeffizient Sanieren“ Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Im dritten Teil der PolizeiDeinPartner-Serie „Alles rund um Einbruchschutz“ erklärt Dr. Frank Heidrich, Leiter des Referats „Förderung von Energieeffizienz im Gebäudebereich“ des BMWi, welche Bedingungen dazu erfüllt werden müssen und was man sonst noch beachten sollte, wenn man diese Förderungen in Anspruch nehmen möchte.

Wer kann Förderanträge stellen?

Jeder, der Eigentümer oder Mieter einer Wohnung oder eines Hauses ist. Das sind üblicherweise Wohnungsunternehmen, -genossenschaften, aber auch private Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern. Aber auch als Mieter kann man Zuschüsse anfordern. Allerdings sind hier nicht so viele Maßnahmen möglich, die man ohne Zustimmung des Vermieters durchführen lassen kann. Man kann vielleicht die Wohnungstür von innen verstärken, aber sobald man Türen oder Fenster komplett austauschen lassen möchte, muss man sich die Erlaubnis dazu einholen. Üblicherweise laufen solche größeren Maßnahmen deshalb auch direkt über den Vermieter.

Dr. Frank Heidrich

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, © BMWi

Wie wird genau gefördert?

Es gibt im Rahmen des Programms entweder Investitions-Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite – je nachdem, wie groß die geplanten Maßnahmen angelegt sind. Zuschüsse bekommen etwa Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern oder Wohnungseigentümer. Alle anderen erhalten in der Regel Kredite. Seit dem 1. August 2015 kann man für die jeweiligen Maßnahmen außerdem Tilgungszuschüsse in Höhe von 7,5 Prozent erhalten. Das heißt: Man beantragt den Kredit, bezahlt davon die Handwerkerrechnung und reicht den Nachweis bei der Bank ein. Dann bekommt man 7,5 Prozent der Kreditsumme gutgeschrieben. Außerdem können im Rahmen von Paragraf 35 a des Einkommenssteuergesetzes zu Handwerkerleistungen im eigenen Haushalt unter bestimmten Voraussetzungen 20 Prozent der Arbeitskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Von wem erhält man die Fördergelder?

Die Förderzuschüsse kann man direkt bei der KfW-Bankengruppe, also der bundeseigenen Bank, beantragen. Ein genehmigter Kredit würde über die Hausbank laufen. Auf der KfW-Webseite sind alle Informationen rund um die Förderung zusammengefasst. Die Förderprogramme der einzelnen Bundesländer kann man beispielsweise über die BMWi-Förderdatenbank abfragen – etwa indem man das Stichwort „Einbruch“ eingibt.

Seite: 1 2 weiter >>

Weitere Infos zum Thema "Sicher Wohnen"

Einbruchschutz Tipps

Teil 1: Die häufigsten Fragen zu Einbrechern, deren Vorgehensweisen und Ihrem Versicherungsschutz

Seit dem Jahr 2006 nimmt die Zahl der Einbrüche stetig zu – so wurde im Jahr 2015 in Deutschland rund 167.000 Mal...[mehr lesen]

Vorbeugender Brandschutz bei der Berufsfeuerwehr Essen

Wenn die Bevölkerung aus den Medien von Hausbränden erfährt, bei denen Menschen umgekommen sind, ist die Sorge groß:...[mehr lesen]

Gaunerzinken: Einbruchschutz  Wissen

Geheime Symbole gelten als Zeichensprache von Einbrechern

Die gezackte Linie als Warnung vor dem Hund oder das Kreuz als Botschaft, dass hier nichts zu holen ist: Mithilfe so...[mehr lesen]

Alarmanlagen; Sicherungen für Türen und Fenster

Durch eine gute mechanische Sicherung von Fenstern und Türen erschweren Sie Einbrechern den Erfolg. Alarm- und...[mehr lesen]

Ein Siegel für mehr Sicherheit

Sich im eigenen Zuhause sicher zu fühlen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Mit der Aktion „Sicher Wohnen in Hessen“...[mehr lesen]

Newsletter