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< „Wir dürfen nicht nachlassen!“

Der Drogen- und Suchtbericht 2017

Trendwende beim Alkohol- und Tabakkonsum

Kinder von Suchtkranken sind besonders gefährdet, eine Sucht zu entwickeln

© Markus Bormann, fotolia

 

Der Drogen- und Suchtbericht 2017 der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zeigt: 7,8 Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Etwa 3,38 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig. Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkohol- und Tabakmissbrauchs. Durchschnittlich werden pro Kopf jährlich 9,6 Liter reinen Alkohols konsumiert. Laut „Jahrbuch Sucht 2013“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. betrugen die volkswirtschaftlichen Kosten durch alkoholbezogene Krankheiten in den letzten Jahren über 26 Milliarden Euro, aktuell betragen sie rund 40 Milliarden Euro.

 

Die Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat zuletzt im Jahr 2015 insgesamt etwa 7.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von zwölf bis 25 Jahren zu ihren Trinkgewohnheiten befragt. Demnach zeigt sich bei den 12- bis 17-Jährigen in den letzten Jahren ein Rückgang des regelmäßigen Alkoholkonsums: Während im Jahr 2012 noch 13,6 Prozent dieser Altersgruppe regelmäßig – also mindestens einmal pro Woche – Alkohol konsumierten, waren es im Jahr 2015 nur noch 10,9 Prozent. Damit ist der regelmäßige Alkoholkonsum im Jahr 2015 unter Jugendlichen geringer verbreitet als in jeder früheren Befragung.

Auch bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist langfristig ein deutlicher Rückgang des regelmäßigen Alkoholkonsums zu verzeichnen. Die Anteilswerte haben sich von 38,4 Prozent im Jahr 2012 auf 33,6 Prozent im Jahr 2015 reduziert. Aktuell trinken 13,5 Prozent der jungen Männer und 6,4 Prozent der jungen Frauen zwischen 18 und 25 Jahren regelmäßig Alkohol.

Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen wird vor allem durch soziale Faktoren beeinflusst. Sie trinken, um Spaß zu haben, ihre Hemmungen zu überwinden oder um weniger schüchtern aufzutreten. Auch das direkte Umfeld der Jugendlichen spielt beim Trinken eine Rolle. Je mehr und je häufiger im Freundeskreis Alkohol konsumiert wird, desto höher ist der eigene Alkoholkonsum.

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